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Das APPBOOK

Nachhaltigkeit

"Ein neues Lesen braucht das Land" –
Warum wir unser Leseverhalten zugunsten digitaler Publikationen ändern sollten

Ja, es ist gemütlich, mit einem Buch in der Hand in einem Liegestuhl zu liegen oder unter einer warmen Decke mit einem heißen Tee oder Kaffee sich in spannende Erzählwelten zu schmöckern.

Leider vergeht heute kein Tag mehr, ohne dass uns das Thema "Klima" in den Nachrichten begleitet und wir selbst unmittelbar die Auswirkungen aktueller Klimaveränderungen zu spüren bekommen. Darum halten wir von INNOLIBRO es für angebracht, neben Diskussionen um verändertes Mobilitäts- oder Ernährungsverhalten (Stichwort: Fleischkonsum) auch den Blick auf ein uns liebgewonnenes Ritual zu lenken: das Lesen eines "auf Papier gedruckten Buches".

Wie wir uns heute unseren Gewohnheiten stellen, wird maßgeblichen Einfluss auf die Klimaentwicklung von morgen haben. Hier schon mal unser Fazit – unter Berücksichtigung der untenstehenden Fakten:

Die Menge an nicht emittiertem CO2, an nicht verbrauchten Ressourcen wie Holz, Energie, Wasser und Chemikalien wäre bereits immens, wenn sich Lesende Ihren Gewohnheiten stellen und zumindest Fach- und Sachbücher als digitale Formate auf Ihren (ja meist bereits vorhandenen) Smartphones, Tablets oder Rechnern "konsumieren" würden. Zwar hinterlassen diese technischen Geräte auch einen nicht unerheblichen "ökologischen Fußabdruck", doch ist dieser bei weitem geringer, als der in den Branchen Papierherstellung, Printpublikation und Recycling.
Überdies ist die Publishingbranche gefordert, Lesende in ihren individuellen Rezeptionsgewohnheiten abzuholen und neue digitale Formate anzubieten, die weit über die Funktionalität von E-Books hinausgehen sollten und auch nicht an spezielle E-Reader-Hardware gebunden sein sollten.

Ein Format, das sich unter den nachhaltigen Medien besonders hervorhebt ist das APPBOOK.

Da APPBOOKs stets aktualisiert werden können und überdies eine neuartige Form interaktiver Wissensvermittlung bieten, verstehen sich diese als "lebendige, individualisierbare, mitwachsende Bücher". Sie sind stetige Begleiter durch den Tag und lassen die zuhause liegenden Bücher, die im Wartezimmer liegenden Magazine oder die von vor Jahren publizierten E-Books überflüssig werden.

Wie sind Buchpublikationen innerhalb der Klimadiskussion zu bewerten?

Jede/r Lesende darf sich heute fragen, ob seine Gewohnheit, eine "Papier-Publikation" zu erwerben, noch ökologisch vertretbar ist. Insbesondere wenn es um Fach- und Sachpublikationen geht, sollten wir uns stets vor Augen halten, dass mit dem Tag des Erscheinens – und C02-intensiven Ausliefern eines "Papier-Buches" – dessen Inhalt bereits "veraltet" ist.
Warum sich also so ein Medium ins Regal stellen, das überdies eine denkbar schlechte Ökobilanz hat und rezeptorisch hinter modernen digitalen Medien weit zurück steht?
Die zwei Hauptgründe für dieses Verhalten sind folgende – und betreffen vorrangig die Altersgruppe der vor 1990 (+/-) Geborenen: Diese Altersgruppe ist sowohl sozialisiert als auch ritualisiert darauf, dass Wissensvermittlung vorrangig mittels Printpublikationen eingeübt und verankert wurde. Dazu kommt das materialistische Werteverständnis, erworbene Güter (zu denen auch Bücher gehören) sich gerne vergegenwärtigen und zur Schau stellen zu wollen. Umfragen unter nach 1990 (+/-) Geborenen zeigen, dass der Erwerb von materiellen Gütern ein immer weniger hohen Stellenwert einnimmt und durch bedarfsgerechte, flexible Zugriffsmodelle ersetzt wird – was viele moderne, digitale, auf Abonnements basierenden Geschäftsmodelle erfolgreich gemacht hat (z.B. UBER, SPOTYFY, NETFLIX, etc.)

Das 'INNOLIBRO-Versprechen'
Das "INNOLIBRO-Versprechen"

Mit APPBOOKs Printpublikationen reduzieren und nachhaltige Projekte fördern

  • Wir von INNOLIBRO setzen alles daran, hochwertige und multifunktionale digitale Fachmedien zu entwickeln, die Lesende begeistern und zur verringerten Nutzung von gedruckten Publikationen beitragen.

  • Aus dem Erlös eines jeden APPBOOKs werden Gelder nachhaltigen Klimaprojekte zugeführt. Somit tragen jede Käuferin und jeder Käufer eines APPBOOKs zur Förderung ökologischer Projekte bei. (Mit Spezialisten, die uns beim Aufbau seriöser, nachvollziehbarer Förderprojekte unterstützen stehen wir aktuell in Vertragsverhandlungen und werden weitere Ergebnisse hier veröffentlichen. (Stand Januar 2020))

  • INNOLIBRO verspricht, alle Prozesse rund um die Publizierung von APPBOOKs sukzessive so klimaneutral wie möglich zu gestalten. Selbstverständlich sind für uns, unsere Server mit Ökostrom zu betrieben oder bei Geschäftsreisen vorzugsweise die Bahn oder E-Mobilität zu nutzen.

Wir befinden uns im Zertifizierungsprozess mit ClimatePartner

Zukünftig werden mit deren Hilfe die Emissionen unserer Geschäftsaktivitäten vollständig über Klimaschutzprojekte ausgeglichen, indem sie uns bei der Berechnung, der Reduktion und dem Ausgleich von CO2-Emissionen unterstützen.

Hintergründe zur Papierherstellung und Produktion von Büchern – eine erschreckende Umweltbilanz!

Autor Claude Andrist
"Das Schweizer ÖKO-INSTITUT hat geprüft, mit welchen Umweltauswirkungen die Herstellung gedruckter Bücher verbunden ist. So erzeugt z.B. die Produktion von zehn Büchern mit 200 A5-Seiten bei der Papierherstellung rund 10 Kilogramm CO2 und beim Druck nochmals 800 Gramm. Die Herstellung des Papiers fällt somit am meisten ins Gewicht, vor allem, wenn das Papier aus Frischfasern hergestellt wird. Würden alle Bücher, die alleine in der Schweiz jährlich verkauft werden, auf Recyclingpapier gedruckt, so müssten pro Jahr 750.000 Bäume weniger gefällt werden, wie der WWF schreibt. Das Öko-Institut hat darüber hinaus die Umweltauswirkungen der Buchproduktion in Abhängigkeit von der Papierqualität untersucht: Wird Recyclingpapier verwendet, so werden bei der Papierherstellung rund 8 Kilogramm CO2 erzeugt, der Ausstoß des Drucks bleibt gleich. Der Energiebedarf für die Produktion von zehn Büchern liegt bei 92,6 kWh für Frischfaserpapier und 35,3 kWh für Recyclingpapier. Der Druck benötigt in beiden Fällen 9,7 kWh Energie. Ein Nachteil ist auch, dass Bücher für Probleme im Recyclingprozess sorgen, wenn z.B. bei Taschenbüchern nicht der Buchrücken und der Umschlag entfernt werden, da der Leim aus den Buchrücken zu Beeinträchtigung der Wiederaufbereitung führen kann."

Quelle: https://www.umweltnetz-schweiz.ch/themen/konsum/1698-leseratten-in-der-zwickm%C3%BChle-2.html

Ergebnisse einer Untersuchung rund um die Herstellung von Verlagsprodukten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig, 2018

Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen alarmierende Fakten rund um die Herstellung des für die Buchproduktion benötigten Holzzellstoffs. Dieser Produktionsprozess ist leider nicht sehr nachhaltig und bringt viele ökologische und ökonomische Nachteile:

  • Jedes Jahr werden ca. 15 Millionen Hektar Wald geschlagen. Das entspricht der dreifachen Fläche der Schweiz.

  • Jeder fünfte Baum, der gefällt wird, gelangt in die Papierherstellung.

  • Alleine in Deutschland wird in einem Jahr so viel Papier verbraucht wie gesamt Südamerika und Afrika zusammen.

  • Der Pro-Kopf-Verbrauch von Papier liegt in Deutschland bei ca. 250 kg; der weltweite Durchschnitt bei ca. 50 kg.

  • Lediglich 17 % der für den deutschen Papierverbrauch eingesetzten Holzmenge stammt aus heimischen Wäldern. Der Großteil wird aus dem Ausland importiert. Die wichtigsten Produktionsländer sind dabei Schweden (20,7 %), Finnland (18,4 %) und Brasilien (7,7 %).

  • Durch komplexe Handelsstrukturen kann leider nicht immer gewährleistet werden, dass das Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt.

  • Holz aus Aufforstungsprojekten ist leider nur bedingt als umweltfreundlich zu betrachten. Denn der praktizierte Anbau als Monokulturen bietet keinen Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen und zerschneidet/zerstört häufig deren natürliche Habitate.

  • Holz für die Papierproduktion ist im Schnitt 4.000 km unterwegs ist, bis es in der Papierfabrik ankommt. Dies verursacht einen hohen CO2-Ausstoß.

  • Zur Herstellung einer Tonne Holzzellstoff wird mehr Energie verbraucht als zur Herstellung einer Tonne Stahl.

  • Bei der Holzzellstoffherstellung werden vielfältige chemische Stoffe eingesetzt, um das Lignin aus dem Holz zu entfernen.

  • Für die Herstellung von einer Tonne Holzzellstoff werden über 5.000 Liter Wasser verbraucht.

Quelle: https://verlagsherstellung.de/branche/produktion-alt/vegane-buecher/